Heike Hanold-Lynch
Born: 1962-07-11 in Berlin, Germany
Known For: Acting
Biography
Hanold-Lynch verließ mit 16 Jahren ihr Elternhaus und finanzierte sich selbst das Abitur. Ihr Germanistik- und Psychologiestudium an der Freien Universität Berlinbrach sie bald ab, um nach New York zu gehen. Dort besuchte sie die Neighborhood Playhouse School of Theatre von Sanford Meisner. Sie studierte gemeinsam mit Philip Seymour Hoffman mehrere Jahre bei dem Method-Lehrer Tony Greco. An der Columbia University, Graduate Film Division arbeitete sie mit Leonore de Koven in Directing Actors in Film, wirkte in Studentenfilmen mit, nahm weiteren Schauspielunterricht und stand als Gründungsmitglied einer Theatergruppe auf der Bühne, unter anderem in John Patrick Shanleys Stücken Danny and the Deep Blue Sea als Roberta und in Savage in Limbo in der Rolle der April White. Hanold-Lynch war verheiratet mit James E. Lynch, dessen Namen sie nach der Trennung behielt. 1994 kehrte sie nach Berlin zurück. Von 1999 bis 2010 arbeitete sie durchgängig als Schauspiel-Coach vorbereitend und am Set für unterschiedlichste Film- und Fernsehproduktionen, beginnend mit der Serie St. Angela. Als Dozentin konzipierte und präsentierte sie 2001 den Live-Workshop „Kamera läuft!“ im Rahmen des SAT.1 Actors’ Day auf dem Filmfest München, bei dem sie junge Leute aus dem Publikum live vor laufender Kamera coachte. 2009 entschied sie sich für einen künstlerischen Neuanfang als Schauspielerin. Parallel dazu systematisierte sie eigene Techniken der Rollenerarbeitung und ist seit 2010 als freier Coach und als Dozentin für Internationale Castings am iSFF (Institut für Schauspiel, Film- und Fernsehberufe Berlin) tätig. Stephen Daldry legte Hanold-Lynch beim Casting für Der Vorleser nahe, ihre eigene Schauspielkarriere voranzutreiben und Drehbuchautor David Hare schrieb ihr eine Rolle ins Drehbuch. Die Begegnung bewirkte, dass sich Hanold-Lynch beruflich neu ausrichtete. Seither hat sie Nebenrollen in weiteren großen internationalen Kinoproduktionen gespielt, u. a. an der Seite von Liam Neeson in Unknown Identity, an der Seite von Tom Hanks in Cloud Atlas, zuletzt als Tochter von Tilda Swinton und Schwester von Adrien Brody in Wes Andersons Grand Budapest Hotel. Auch in Deutschland stellt sie seit 2009 in Kino- und Fernsehproduktionen ihre Wandlungsfähigkeit unter Beweis. Franziska Augstein schrieb in der Süddeutschen Zeitung über ihre Figur der Else Weidt in Ein blinder Held – Die Liebe des Otto Weidt: „Dieser Film ist großes Kino (...) Großartig ist Heike Hanold-Lynch, die als Weidts verbittert-verbiesterte, eifersüchtige und nicht besonders attraktive Ehefrau auftritt.“ Neben Edgar Selge in der Titelrolle spielt sie in dem Film, welcher auf Erlebnissen Inge Deutschkrons während der Zeit des Nationalsozialismus basiert, eine unpolitische Frau, die die große Liebe ihres Mannes vor den Nazis versteckt. Neben anderen Filmprojekten besetzte Friedemann Fromm sie in der ersten Staffel der mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichneten ErfolgsserieWeissensee als Stasi-Mitarbeiterin Erika Bergner. Für Andres Veiel war sie als Mentorin Gudrun Ensslins in Wer wenn nicht wir zu sehen und für Marc-Andreas Bochert in einer Hauptrolle als Richterin an der Seite von Christoph Bach in Dyslexie. 2014 stand sie u. a. für Oskar Roehlers 80er-Jahre-Film Tod den Hippies, es lebe der Punk vor der Kamera. Heike Hanold-Lynch lebt in Berlin.
Filmography
2025
- The Hero of Friedrichstrasse Station as Sybille Wischnewsky
2024
- From Hilde, with Love as Hans's mother
- Nord bei Nordost as Sophia
- Natasha’s Dance as Nachbarin
2023
- German Genius as Anna von Brunsvik
2022
- All Russians Love Birch Trees as Elke
- Beat On The Brat as Customer
2021
- Heikos Welt as Belinda
2019
- Dead End as Alma
- Die Läusemutter as Viktoria
2017
- Bye Bye Germany as Gerda Schütz
- Back for Good as Uschi
- Mata Hari – Tanz mit dem Tod as Ordensschwester Leonide
- Wald as Annas Mutter
2016
- Desired Children as Maries Mutter
- Volltreffer as Bankdirektorin
- Die vierte Gewalt as Doris / Milena Kornelius
- Einfach Rosa - Verliebt, verlobt, verboten as Dani Sander
2015
- Homesick as Mareike Klug
- Punk Berlin 1982 as Richards Frau
- 600 PS für zwei as Direktorin
2014
- The Grand Budapest Hotel as Carolina
- Nord bei Nordwest as Franka Nolden
- Alles muss raus as Marina
- False Freedom as Frau Palauke
- Nachbarn süß-sauer as Dr. Ortseifen
- The Promotion as Andrea
- A Blind Hero: The Love of Otto Weidt as Else Weidt
2013
- Alles Chefsache! as Frau Wenger
- Dyslexie as Elvira Donner
- The Inventive Lady as Frau Kiekel
2012
- Letzte Spur Berlin as Lori Weigel
- Cloud Atlas as Ms. Judd Look-a-like
- Shores of Hope as OP Schwester
- Nachtwächter as Karin
2011
- Unknown as Lost & Found Clerk
- If Not Us, Who? as Mentorin von Gudrun Ensslin
- I Phone You
- Residual Risk as Sprecherin
2010
- Weissensee as Frau Bergner
- Familie Fröhlich – Schlimmer geht immer as Hilde Bantien
2008
- The Reader as Prison Guard
- Die Anwälte as Helga Keller
2007
- Hamburg Dockland as Karin
- Die Masche mit der Liebe as Lisa Küpper
- Suchkind 312 as Frau vom Jugendamt
2006
- Der Kriminalist as Verena Radczinsky
- Schüleraustausch as Elisabeth Zeck-Wagner
2004
- SOKO Wismar as Frau Ramcke
- Family Dr. Kleist
- Typisch Sophie as Schwester Dagmar
2002
- Aus lauter Liebe zu Dir as Rosi
2001
- Neues aus Büttenwarder as Frau Geiger
2000
1998
- Babyraub - Kinder fremder Mächte as Mira
1997
- Blonde to the Bone as Hudy G
- Weihnachtsfieber as Zugkellnerin
- Null Risiko und reich
1995
- Gentleman as Sekretärin
1994
- Nah am Wasser as Kassiererin
1993
- Vom Mörder und seiner Frau as Sigrid
1992
- Wolffs Revier as Charlotta
1991
- Mocca für den Tiger as Kerstin
1981
- A Case For Two as Frau Gabie
1970
- Scene of the Crime as Margot Hilse